Steuerrecht 2025: Die wichtigsten Änderungen im Überblick


Mit dem Jahr 2025 sind zahlreiche steuerliche Neuerungen in Kraft getreten, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen betreffen. Ziel vieler Maßnahmen war es, Steuerzahler zu entlasten, die Auswirkungen der Inflation abzumildern und zugleich steuerliche Verfahren weiter zu vereinfachen. Ein Rückblick zeigt, welche Änderungen besonders relevant waren und worauf in der steuerlichen Praxis zu achten ist.

Ein zentraler Punkt war erneut die Anpassung des Einkommensteuertarifs zur Vermeidung der kalten Progression. Der Grundfreibetrag wurde auf 12.096 Euro angehoben, wodurch das steuerfreie Existenzminimum gesichert bleibt. Zusätzlich wurden die Tarifgrenzen verschoben, sodass insbesondere Steuerpflichtige mit kleinen und mittleren Einkommen spürbar entlastet werden. Diese Maßnahmen wirken sich direkt auf die monatliche Steuerbelastung aus.

Auch Familien profitieren 2025 von steuerlichen Verbesserungen. Das Kindergeld wurde auf 255 Euro pro Kind und Monat erhöht, gleichzeitig stieg der Kinderfreibetrag. Je nach Einkommenssituation kann dies zu einer höheren Steuerersparnis führen. Welche Variante im Einzelfall günstiger ist, wird weiterhin durch das Finanzamt ermittelt.

Im Bereich der Einkommensteuer wurden zudem mehrere praxisrelevante Klarstellungen vorgenommen. Besonders hervorzuheben ist die einheitliche Steuerbefreiung für kleine Photovoltaikanlagen bis 30 kW, die Investitionen in erneuerbare Energien erleichtert. Daneben wurden die Voraussetzungen für den Abzug haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen präzisiert. Steuerlich anerkannt werden diese Aufwendungen nur noch bei ordnungsgemäßer Rechnung und unbarer Zahlung an den Leistungserbringer.

Für Unternehmer und Selbstständige brachte 2025 ebenfalls Entlastungen. So wurde der Schwellenwert für die Verpflichtung zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen angehoben, was insbesondere kleinere Betriebe administrativ entlastet. Darüber hinaus gab es Anpassungen bei umsatzsteuerlichen Detailfragen, etwa zur Vorsteueraufteilung und Sonderregelungen.

Auch außerhalb der klassischen Ertragsteuern wurden Änderungen umgesetzt. Bei der Erbschaftsteuer wurde der Erbfallkostenpauschbetrag erhöht, wodurch Nachlassregelungen steuerlich günstiger gestaltet werden können. Zudem ermöglicht das reformierte Grundsteuerrecht unter bestimmten Voraussetzungen den Ansatz eines niedrigeren Grundstückswerts, sofern dieser nachgewiesen wird.

Schließlich brachte das Jahr 2025 auch Änderungen in der Abgabenordnung. Unter anderem wurden Aufbewahrungsfristen verkürzt und Verfahrensregelungen angepasst, um Bürokratie abzubauen und die Rechtssicherheit zu erhöhen.

Insgesamt zeigen die Steueränderungen 2025 eine klare Tendenz: Entlastung, Vereinfachung und mehr Transparenz. Eine individuelle steuerliche Beratung bleibt jedoch entscheidend, um die Neuerungen optimal zu nutzen und mögliche Fallstricke zu vermeiden.

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